Wer beim Wort „Kachelofen“ an verstaubte Bauernhäuser und längst vergangene Zeiten denkt, hat die Renaissance dieses Wärmespenders schlichtweg verschlafen. Denn der moderne Kachelofen erlebt gerade eine bemerkenswerte Rückkehr in die Herzen der Hausbesitzer und das aus gutem Grund. In Zeiten steigender Energiekosten und wachsendem Umweltbewusstsein vereint er auf einzigartige Weise Tradition mit Innovation und seine Fähigkeit, Wärme über Stunden hinweg gleichmäßig und behaglich abzugeben, macht ihn zu einem hocheffizienten und zeitlosen Heizsystem.
- Was ist ein Kachelofen?
- Die Geschichte des Kachelofens
- Wie ist ein Kachelofen aufgebaut?
- Welche Bauteile gehören zu einem Kachelofen?
- Wie funktioniert ein Kachelofen?
- Wie speichert ein Kachelofen Wärme und gibt sie wieder ab?
- Welche Modelle von Kachelöfen gibt es?
- Welche Vorteile und welche Nachteile hat ein Kachelofen?
- Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Kachelofen-Modelle
- Welche Kacheln werden bei einem Kachelofen verwendet?
- Für welche Gebäude und Räume eignet sich ein Kachelofen?
- Wie unterscheidet sich das Heizgefühl eines Kachelofens von anderen Öfen?
- Wie lange gibt ein Kachelofen nach dem Heizen Wärme ab?
- Welche Anforderungen stellt ein Kachelofen an Statik und Aufstellort?
- Welche Voraussetzungen gelten für Schornstein und Anschluss eines Kachelofens?
- Welche Brennstoffe werden im Kachelofen verwendet?
- Welche Wartung braucht ein Kachelofen?
- Welche typischen Fehler passieren beim Heizen mit einem Kachelofen?
- Welche Vorschriften und Normen gelten für Kachelöfen?
- Was kostet ein Kachelofen mit Einbau?
- Wann lohnt sich ein Kachelofen im Vergleich zu anderen Heizsystemen?
- Gibt es eine Förderung für Kachelöfen?
- Diese 5 Dinge sollten Sie beachten
- Fazit
- Kachelofen: Häufig gestellte Fragen
- Quellen
Alles auf einen Blick:
- Die Strahlungswärme eines Kachelofens entsteht durch die Speicherung der Verbrennungsenergie in massiven keramischen Zügen.
- Sein Aufbau besteht aus Feuerraum, Nachheizzügen, Verkleidungskacheln, Heizgaswegen und einem Anschluss zum Schornstein.
- Je nach Modell entscheidet sich, ob der Ofen vor allem Konvektionswärme, Strahlungswärme oder eine Kombination daraus liefert.
- Kachelöfen eignen sich für Wohnhäuser, Altbauten und gut gedämmte Neubauten, solange statische und brandschutztechnische Vorgaben erfüllt sind.
- Die Nachteile liegen vor allem in der langen Aufheizphase und dem baulichen Aufwand.
Was ist ein Kachelofen?
Seine Bezeichnung hat der Kachelofen, weil er überwiegend aus Keramik besteht. Es handelt sich hierbei um eine fest eingebaute Feuerstätte, die Wärme aus der Verbrennung von Holz nutzt, normalerweise zumindest. Typisch für diese Ofenart ist, dass Wärme nicht sofort abgegeben wird, sondern dass sie in der massiven Struktur aufgenommen und über einen längeren Zeitraum wieder ausgestrahlt wird. Dadurch entsteht eine gleichmäßige, ruhige Wärme, die als besonders angenehm empfunden wird. Moderne Kachelöfen profitieren von einer optimierten Feuerraumtechnik, wodurch sie emissionsärmer arbeiten und Holz effizienter nutzen. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt und reichen von kompakten Modulen bis zu raumprägenden Speicheranlagen. Da jeder Kachelofen individuell auf das Gebäude abgestimmt wird, ist seine Wirkung eng an Raumgröße, Dämmstandard und Nutzungsverhalten gekoppelt.
Wie lange braucht ein Kachelofen zum Aufheizen?
Die Dauer bis zur vollen Wärmeabgabe beträgt meist 2,5 bis 3 Stunden. Die erste Wärme ist bereits nach rund 20 bis 30 Minuten spürbar.
Brauche ich für einen Kachelofen ein Ofenrohr?
Für einen Kachelofen ist ein geeignetes Rauchrohr erforderlich, da es die Verbindung zwischen dem Ofen und dem Schornstein herstellt und die Abgase sicher abführt. Ohne einen solchen Abgasweg würden Rauchgase in den Wohnraum gelangen. Achten Sie außerdem darauf, dass die Schornsteinart, insbesondere Querschnitt und Höhe, zur jeweiligen Feuerstätte passt und vom zuständigen Schornsteinfeger geprüft und per Feuerstättenbescheid freigegeben wird. Auch eine regelmäßige Schornsteinreinigung ist relevant.
Die Geschichte des Kachelofens
Die Anfänge des Kachelofens lassen sich bis ins Frühmittelalter zurückverfolgen. Die ersten Vorläufer waren einfache Lehm- oder Steinöfen, in die einzelne, meist becherförmig gewölbte Kacheln eingelassen wurden. Diese dienten dazu, die Oberfläche zu vergrößern und damit die Wärmeabstrahlung zu verbessern. Im Laufe der Zeit wurde diese Technik weiterentwickelt, und im 14. Jahrhundert entstand wohl der vollausgebildete Kachelofen. Mit dem Ende des Mittelalters fand der schlichtere, glasierte Kachelofen zunehmend auch Eingang in einfache Bauernstuben. Aufwendig verzierte Modelle hingegen blieben lange Zeit den Haushalten wohlhabender Bürger und des Adels vorbehalten, sie wurden im 18. Jahrhundert erstmals auch als fester Bestandteil der Innenarchitektur wahrgenommen. [1]

Wie ist ein Kachelofen aufgebaut?
Ein Kachelofen ist mehrschichtig aufgebaut, sodass diese Schichten unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Im Inneren befindet sich der Feuerraum, in dem das Holz verbrennt. Dieser Kern besteht aus hitzebeständigen Materialien, damit hohe Verbrennungstemperaturen sicher erreicht werden können. Von dort aus werden die heißen Rauchgase in ein System aus Rauchgaszügen/-kanälen geleitet. Diese Kanäle sind so angelegt, dass sie möglichst viel Wärme an die umgebende Speichermasse abgeben. Die keramische Hülle dient nicht nur der Optik, sondern wirkt gleichzeitig als Wärmespeicher und Abstrahlfläche. Die Form der Kacheln spielt dabei auch eine Rolle, denn Reliefkacheln vergrößern die Oberfläche und können so die Wärmeabstrahlung erhöhen, während glatte Kacheln Wärme gleichmäßiger und sanfter abgeben.
Welche Bauteile gehören zu einem Kachelofen?
- Feuerraum: Innenbereich, in dem das Holz verbrannt wird; besteht aus hitzebeständigen Materialien wie Schamotte
- Zugkanäle (Nachheizzüge): keramische Kanäle, durch die die Rauchgase geführt werden, um die Wärme an die Speichermasse abzugeben
- Kachelhülle: sichtbare äußere Verkleidung aus Keramik, die als Wärmespeicher und Abstrahlfläche dient
- Ofentür: verschließt den Feuerraum sicher und ermöglicht die Kontrolle der Verbrennung
- Rauchrohranschluss: verbindet den Ofen mit dem Schornstein und sorgt für den Abzug der Verbrennungsgase
- Luftzufuhrsystem: Kanäle für Primär-, Sekundär- und gegebenenfalls Tertiärluft, die die Verbrennung regulieren
- Revisionsöffnungen: Zugangspunkte für die Reinigung und die Wartung der Zugkanäle
- Warmluftöffnungen oder Register (optional): Elemente, die zusätzliche Konvektionswärme oder die Einbindung in ein Heizsystem ermöglichen
Wie funktioniert ein Kachelofen?
Die Bauweise des Kachelofens hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt, aber das Grundprinzip ist heute das gleiche wie damals, denn ein Kachelofen funktioniert nach dem Prinzip der Speicherung und zeitversetzten Abgabe von Wärme. Beim Verbrennen des Holzes entstehen heiße Rauchgase, die über ein System aus Zügen im Ofenkörper zum Schornstein geleitet werden. Dabei geben sie ihre Wärme an die massiven Schamotte- und Kacheloberflächen ab, die als Wärmespeicher dienen. Nach der Verbrennung strahlt der aufgeheizte Ofen diese gespeicherte Wärme über viele Stunden langsam und gleichmäßig in den Raum ab. Die Verbrennung wird dabei über eine kontrollierte Luftzufuhr geregelt, denn das unterstützt Effizienz und niedrige Emissionen. Wichtig ist, den Ofen in sinnvollen Intervallen zu betreiben. Einige wenige Abbrände pro Tag reichen bei einem richtig ausgelegten Kachelofen oft aus, um den Raum kontinuierlich behaglich warm zu halten.
Wie speichert ein Kachelofen Wärme und gibt sie wieder ab?
Die keramischen Bauteile haben die Aufgabe, die gewonnene Wärme tief in sich aufzunehmen. Sobald das Feuer erlischt, gibt die Speichermasse diese Energie über viele Stunden hinweg auf der Basis der sogenannten Strahlungswärme wieder ab, die sich gleichmäßig im Raum verteilt. Die Effizienz der Wärmespeicherung hängt von der Masse, der Dicke und der Struktur der verwendeten Keramik ab. Je schwerer und massiver der Ofen, desto länger hält er die Wärme. Die Oberfläche beeinflusst das Abstrahlverhalten zusätzlich, da strukturierte Kacheln eine größere austauschaktive Fläche besitzen.
Welche Modelle von Kachelöfen gibt es?
| Ofentyp | Beschreibung |
|---|---|
| Grundöfen | klassischer Speicherofen mit hoher Masse und sehr langer Wärmeabgabe; die Strahlungswärme ist besonders angenehm |
| Warmluft-Kachelöfen | Modelle, die schnelle Warmluft mit keramischer Speicherwärme kombinieren und nach dem Konvektionsprinzip arbeiten |
| Kombiöfen | Kombination aus Warmluftofen und Grundofen, die sowohl schnelle Wärme als auch lang anhaltende Speicherwärme liefern |
| Heizkamin | ein Heizkamin erzeugt wie ein klassischer Kamin Wärme durch die Verbrennung von Holz, Kohle oder anderen Brennstoffen; aber so konzipiert, dass die entstehende Wärme deutlich effizienter genutzt und gezielter im Raum verteilt wird |
| Gaskachelofen | gasbetriebene Heizlösung, die das Prinzip des traditionellen Kachelofens aufgreift; besteht aus einem mit Keramikkacheln verkleideten Gehäuse, in dem ein Gasbrenner sowie eine Abgasanlage fest eingebaut sind |
| modulare Kachelöfen | Systeme mit flexibel anpassbaren Bauteilen für individuelle Gestaltung und Leistungsanforderungen |
| wasserführende Kachelöfen | Öfen, die zusätzlich Wärme in ein Heizsystem einspeisen können, ähnlich einem wasserführenden Kaminofen |
| Pellet-Kachelofen | Kachelöfen, die statt mit Scheitholz mit Pellets betrieben werden |
| elektrische Kachelöfen | in manchen Fällen (z. B. in Niedrigenergiehäusern oder als Zusatzheizung) werden Kachelöfen mit elektrischen Heizeinsätzen ausgestattet, die die Keramikmasse aufheizen |
Was ist der Unterschied zwischen Kachelofen und Grundofen?
Auch wenn beide Systeme mit keramischer Speichermasse arbeiten, steht beim Grundofen die maximale Wärmespeicherung im Vordergrund. Er besitzt besonders lange Züge und eine hohe Masse, sodass er nach einem einzigen Abbrand viele Stunden Wärme abgibt. Dies führt zu einer sehr gleichmäßigen, tiefen Strahlungswärme. Kachelöfen im weiteren Sinne können dagegen variabler aufgebaut sein und auch Anteile schnellerer Konvektionswärme enthalten.
Konvektionswärme entsteht durch erwärmte Luft, die im Raum zirkuliert und so für eine schnelle, aber eher kurzfristige Erwärmung sorgt. Strahlungswärme hingegen wird direkt von warmen Oberflächen abgegeben, ähnlich wie Sonnenwärme, und erwärmt dabei Körper und Gegenstände im Raum. Sie wirkt gleichmäßiger, angenehmer und hält sich länger, auch wenn die Lufttemperatur niedriger ist. Die Unterschiede liegen also im Verhältnis von Speicher- zu Warmluftanteil sowie in der Reaktionsgeschwindigkeit. Ein Grundofen erwärmt den Raum langsamer, hält dafür die Temperatur stabil über lange Zeit. Ein Kachelofen mit Warmluftanteilen erwärmt den Raum schneller, kühlt jedoch nach dem Abbrand früher aus. Somit ist ein Grundofen ideal für kontinuierlich genutzte Wohnräume, während flexiblere Kachelöfen sich besser an wechselnde Nutzungsbedingungen anpassen.
Was ist ein Warmluft-Kachelofen?
Der Warmluft-Kachelofen ist technisch komplexer, da er neben dem Zug- und Speichersystem zusätzliche Luftwege benötigt, um sowohl Strahlungswärme als auch Konvektionswärme zu erzeugen. Sie entstehen durch Luftkanäle oder Metallregister, durch die Raumluft geführt wird. Diese Luft erwärmt sich schnell an den heißen Bauteilen und tritt über Warmluftgitter wieder in den Raum ein. Dadurch steigt die Temperatur spürbar schneller an als bei reinen Speicheröfen. Die Kacheln fungieren gleichzeitig als Wärmespeicher, sodass auch eine verzögerte Wärmeabgabe stattfindet. Der Warmluftanteil lässt sich oft über Luftklappen regulieren, was die Heizcharakteristik an das jeweilige Bedürfnis anpasst.
Was ist ein Kombiofen aus Warmluftofen und Grundofen?
Ein Kombiofen verbindet die Eigenschaften eines klassischen Kachelofens mit denen eines Kaminofens. Das System nutzt sowohl Strahlungswärme aus keramischen Speicherelementen als auch schnelle Konvektionswärme, die durch metallische Warmluftteile oder einen modernen Heizeinsatz mit Brennkammer entsteht. Die Wärmeverteilung können Sie über Luftklappen, Zugstellungen oder regelbare Luftwege gezielt anpassen, sodass kurzfristige Temperaturanstiege genauso möglich sind wie eine mehrstündige Heizphase mit gleichmäßiger Abstrahlung. Kombiöfen können zudem effizient gestaltet werden, da moderne Heizeinsätze auf eine saubere Verbrennung ausgelegt sind. Weil diese Modelle meist eine große Sichtscheibe besitzen, eignen sie sich besonders in Räumen, in denen Sie das flackernde Feuer beobachten möchten.
Was ist ein wasserführender Kachelofen?
Ein wasserführender Kachelofen nutzt die Wärme der Holzverbrennung nicht nur zur Raumerwärmung, sondern zusätzlich zur Unterstützung des gesamten Heizsystems. Ermöglicht wird das durch einen integrierten Wärmetauscher, der einen Teil der Energie an das Heizungswasser abgibt. Dieses erwärmte Wasser wird in einen Pufferspeicher geleitet und steht anschließend dem Heizkreislauf, der Warmwasserbereitung oder anderen Heizkomponenten zur Verfügung. Dadurch dient der Kachelofen nicht nur als Einzelraumheizung, sondern als aktiver Bestandteil einer zentralen Wärmeversorgung. Wasserführende Systeme sind besonders effizient in Häusern, in denen mehrere Räume beheizt oder ein hoher Warmwasserbedarf gedeckt werden soll. Durch die Einbindung in das bestehende System kann der Einsatz fossiler Brennstoffe reduziert werden. Die Ofenanlage selbst bleibt optisch und funktional ein klassischer Kachelofen, erhält jedoch eine zusätzliche technische Komponente. So lassen sich wasserführende Kachelöfen mit Solarthermie oder Wärmepumpen verknüpfen. Während der Ofen an kalten Tagen Wärme liefert, übernehmen erneuerbare Systeme im Sommer oder in der Übergangszeit große Teile der Versorgung.
Welche Vorteile und welche Nachteile hat ein Kachelofen?
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
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Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Kachelofen-Modelle
| Modell | Einsatzbereiche | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Grundofen |
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| Warmluft-Kachelofen |
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| Kombi-Kachelofen |
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| Heizkamin |
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| Gaskachelofen |
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Welche Kacheln werden bei einem Kachelofen verwendet?
Für einen Kachelofen werden spezielle Ofenkacheln aus keramischen Werkstoffen eingesetzt, die 2 Dinge erfüllen müssen: Funktion und Optik. Sie sind so gefertigt, dass sie hohe Temperaturen dauerhaft aushalten und gleichzeitig Wärme aufnehmen können. Die Kacheln bilden die äußere Oberfläche des Ofens und bestimmen das Erscheinungsbild. Je nach Ofentyp kommen unterschiedlich dicke, glatte oder profilierte Varianten zum Einsatz, die individuell an das Raumdesign und die gewünschte Heizcharakteristik angepasst werden. Dass die Kacheln eines Kachelofens oft „eingedellt“ sind, hat vor allem physikalische Gründe. Durch die Wölbung wird die Oberfläche vergrößert, wodurch der Ofen mehr behagliche Strahlungswärme an den Raum abgeben kann. Zudem macht die Form die Keramik widerstandsfähiger gegen Spannungsrisse, die durch das ständige Aufheizen und Abkühlen entstehen könnten. Historisch gehen diese Vertiefungen auf eingemauerte irdene Töpfe oder Becher zurück, in denen man früher sogar die Hände wärmen konnte. Heute dient das Design zusätzlich der Optik, um dem Ofen mehr Struktur und ein lebendiges Lichtspiel zu verleihen.

Welche Unterschiede gibt es bei Kachelofenkacheln in Form, Farbe und Oberfläche?
- Die Formen reichen von flachen Paneelen bis zu gewölbten oder stark profilierten Kacheln.
- Farblich sind nahezu alle Töne möglich, von klassischen Glasuren in Grün- oder Brauntönen bis zu modernen, matten oder glänzenden Oberflächen.
- Auch die Haptik variiert von glänzenden Glasuren, die glatt und reflektierend wirken, bis hin zu matten oder strukturierten Oberflächen, die diverse Optiken unterstützen.
Welche Materialien werden für Kachelofenkacheln eingesetzt?
Für Kachelofenkacheln werden im Kern keramische Werkstoffe eingesetzt, ergänzt durch Zuschläge und Oberflächenbeschichtungen. Ton ist dabei das Grundmaterial. Er wird plastisch geformt, getrocknet und gebrannt und bildet nach dem Brand den tragenden keramischen Grundstock. Schamotte wird dem Ton häufig beigemischt. Dadurch sinkt das Risiko von Rissen und Verzug beim Trocknen und Brennen, weil die Masse formstabiler wird und weniger schwindet. Zudem verbessert Schamotte die Temperaturwechselbeständigkeit. Je nach Rezeptur kann die höhere thermische Masse auch die Wärmespeicherung und die träge, gleichmäßigere Wärmeabgabe unterstützen. Die Glasuren dienen zuletzt als Oberflächenversiegelung. Sie machen die Kachel dichter, glatter und damit leichter zu reinigen. Gleichzeitig beeinflussen sie Optik und Oberflächenhaptik und können, je nach Zusammensetzung und Schichtdicke, die Wärmeabgabe an der Oberfläche geringfügig mitprägen. Spezialglasuren schaffen gezielt Farb- und Glanzeffekte oder erhöhen die chemische und mechanische Widerstandsfähigkeit der Oberfläche.
Wie beeinflussen Kacheln die Wärmespeicherung beim Kachelofen?
| Eigenschaft der Kachel | Auswirkung auf Wärmespeicherung und -abgabe |
|---|---|
| Dicke der Kachel |
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| Dichte/Materialmasse |
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| Glasurgrad |
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| Oberflächenstruktur |
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Für welche Gebäude und Räume eignet sich ein Kachelofen?
- Einfamilienhäuser
- traditionelle Wohnbauten
- energetisch gut sanierte Altbauten
- Neubauten mit moderner Dämmung
- Wohn- und Aufenthaltsräume

Wie unterscheidet sich das Heizgefühl eines Kachelofens von anderen Öfen?
Die Strahlungswärme eines Kachelofens ähnelt der Wirkungsweise von Sonnenwärme auf den menschlichen Körper. Sie wirkt direkt und hat kaum Luftumwälzung. Dadurch entsteht ein wohliges Wärmegefühl und ein klareres, natürlicheres Raumklima, auch weil es keine Spitzen und Schwankungen gibt, wie es bei konvektionslastigen Heizsystemen oft der Fall ist. Zudem erwärmt sich die Umgebung, also Wände, Decke, Boden und Möbel, und speichert selbst Wärme. Dadurch sinkt das Risiko kalter Flächen, die oft als unangenehm wahrgenommen werden. In einem Raum, der überwiegend von Strahlungswärme beheizt wird, kann die Lufttemperatur niedriger sein, ohne dass sich der Raum kalt anfühlt. Dieser Effekt macht das Heizen mit einem Kachelofen energieeffizienter, weil weniger Wärmeverlust durch warme Luft entsteht, die nach oben steigt oder durch Lüftung entweicht.
Wie lange gibt ein Kachelofen nach dem Heizen Wärme ab?
Ein klassischer Grundofen kann seine Wärme über 12 bis 24 Stunden abgeben, nachdem das Feuer längst erloschen ist. Kachelöfen mit geringerer Masse oder mit höherem Warmluftanteil erzeugen schneller Wärme, geben sie jedoch über einen kürzeren Zeitraum ab. Die Heizdauer wird auch von der Größe des Abbrands beeinflusst. Ein größerer Abbrand lädt die Speichermasse intensiver auf und verlängert die Abgabephase, solange der Ofen für diese Belastung ausgelegt ist. Moderne Ofensysteme nutzen optimierte Feuerraumgeometrien, um die Energie möglichst effektiv in die Speicherelemente zu leiten. Dadurch können selbst kompaktere Modelle lange und gleichmäßig abstrahlen. Diese zeitversetzte Wärmeabgabe ist ein entscheidender Vorteil gegenüber Heizsystemen, die ihre Energie sofort abgeben und ebenso schnell wieder erkalten.
Welche Anforderungen stellt ein Kachelofen an Statik und Aufstellort?
Da ein Kachelofen bis zu mehreren Hundert Kilogramm wiegen kann, ist eine statische Prüfung bei Altbauten mit Holzbalkendecken oder bei leichten Bodenaufbauten notwendig. Je nach Ofengewicht und Bauweise wird gegebenenfalls eine Verstärkung erforderlich, beispielsweise durch Lastverteilungsplatten oder Anpassungen an der Bodenstruktur. Bei Neubauten kann die Bodenplatte in der Regel ohne zusätzliche Maßnahmen belastet werden, sofern der Ofenstandort frühzeitig berücksichtigt wurde. Weiterhin müssen Sie sicherstellen, dass rund um Ihren Kachelofen genau wie bei einem Kaminofen Abstand zur Wand sowie zu brennbaren Elementen wie Möbeln, Vorhängen oder Holzverkleidungen eingehalten wird, maßgeblich hierfür ist die Feuerungsverordnung des jeweiligen Bundeslandes. Der Ofen benötigt außerdem genug Platz für Wartung, Ofentüröffnung und sichere Luftzirkulation.

Welche Voraussetzungen gelten für Schornstein und Anschluss eines Kachelofens?
Für den sicheren Betrieb benötigt ein Kachelofen einen Schornstein, der einen ausreichenden Unterdruck erzeugen kann. Höhe, Querschnitt und Material des Schornsteins müssen so ausgelegt sein, dass die Rauchgase zuverlässig abgeführt werden. Bei älteren Bestandsgebäuden kann eine Sanierung notwendig werden, beispielsweise durch Einziehen eines Edelstahl-Innenrohres, um Dichtheit und Beständigkeit herzustellen. In modernen Gebäuden ist häufig ein raumluftunabhängiger Anschluss erforderlich, um die Verbrennungsluft sicher bereitzustellen. Der Ofen wird über ein Rauchrohr an den Schornstein angeschlossen, dessen Position und Länge der Ofenbauer mit dem Schornsteinfeger abstimmt. Zusätzlich muss die Luftversorgung geprüft werden, je nach Bauart kann ein externer Luftanschluss notwendig sein.
Welche Brennstoffe werden im Kachelofen verwendet?
Ein Kachelofen wird in der Regel mit naturbelassenem luftgetrockneten Scheitholz betrieben. Holz eignet sich besonders gut, da es einen hohen Brennwert besitzt, sauber verbrennt und in Kombination mit einer modernen Feuerraumtechnik eine effiziente Energieabgabe ermöglicht. Geeignete Holzarten sind Buche, Eiche, Birke oder Obstholz, da sie eine gleichmäßige Glutbildung und lange Brenndauer besitzen. Holzbriketts können in einigen Heizeinsätzen ebenfalls verwendet werden, sofern der Hersteller dies ausdrücklich erlaubt. Sie besitzen eine hohe Energiedichte und brennen konstant, sind jedoch nicht für alle Feuerraumformen geeignet.
Durch den Einbau eines passenden Pelleteinsatzes kann ein bestehender Kachelofen auch auf diesen modernen Brennstoff umgestellt werden. Eine solche Umrüstung ist nicht nur komfortabel, sondern oft auch notwendig. Denn viele ältere Kamin- und Kachelöfen verlieren nach und nach ihre Betriebserlaubnis. Einzelraumfeuerungsanlagen mit Datum auf dem Typschild vom 1. Januar 1985 bis 31. Dezember 1994 mussten bis zum 31. Dezember 2020 nachgerüstet oder außer Betrieb genommen werden, sofern nicht nachgewiesen wird, dass sie die Grenzwerte der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) einhalten. So soll der Ausstoß gesundheitsschädlicher Feinstaubemissionen verringert werden. Für Anlagen mit Datum auf dem Typschild vom 1. Januar 1995 bis einschließlich 21. März 2010 endete diese Frist am 31. Dezember 2024. Seit dem 1. Januar 2025 dürfen Anlagen dieser letzten Gruppe nur weiter betrieben werden, wenn die Einhaltung der Grenzwerte nachweislich belegt ist (z. B. durch eine Herstellerbescheinigung oder Messung) oder eine zugelassene Nachrüstung erfolgt ist. Ziel ist auch hier die Verringerung von Staub- und weiteren Schadstoffemissionen wie Feinstaub und Kohlenmonoxid.
Welche Holzfeuchte ist ideal?
Die maximale Restfeuchte von 25 Prozent ist für Holz nach der BImSchV gesetzlich vorgeschrieben. Experten empfehlen jedoch eine Holzfeuchte zwischen 15 und 20 Prozent, um einen besseren Wirkungsgrad zu erzielen und unnötig hohe Emissionen zu vermeiden.
Welche Wartung braucht ein Kachelofen?
- allgemeine Sichtprüfung des Ofens (regelmäßig, alle paar Monate): Kontrolle von Kacheln, Fugen und Oberflächen auf sichtbare Schäden oder Veränderungen
- Reinigung der Heizgaszüge (alle 1 bis 3 Jahre): in den Zugkanälen lagern sich Ruß und Staub ab, die die Wärmeübertragung verschlechtern; über Revisionsöffnungen werden die Züge vom Ofenbauer professionell gereinigt
- Kontrolle des Feuerraums (jährlich): Schamottsteine können mit der Zeit Risse entwickeln; auch Ausbrüche oder lose Elemente sollten zeitnah repariert werden, um eine stabile Verbrennung sicherzustellen
- Überprüfung der Ofentürdichtung (jährlich): poröse oder verhärtete Dichtbänder beeinträchtigen die Luftsteuerung und verursachen eine unvollständige Verbrennung; defekte Dichtungen müssen ersetzt werden
- Schornsteinreinigung und -prüfung: Ablagerungen im Schornstein wirken sich negativ auf den Zug aus und erhöhen das Sicherheitsrisiko; der Schornsteinfeger führt Reinigung und Funktionsprüfung im entsprechenden Rhythmus durch
- Wartung wasserführender Komponenten (falls vorhanden, jährlich): bei wasserführenden Öfen müssen Wärmetauscher, Leitungen und Anschlüsse auf Korrosion, Dichtheit und Druckverluste überprüft werden, um Schäden zu vermeiden
Brauche ich für die Wartung eines Kachelofens einen Profi?
Sie sollten die Wartung eines Kachelofens unbedingt einem Fachmann überlassen, weil dabei sicherheitsrelevante, bau- und brandschutztechnische sowie materialtechnische Aspekte zusammenkommen, die Laien häufig nicht zuverlässig beurteilen können wie
- Brandschutz und Betriebssicherheit,
- Abgasführung und Dichtheit,
- Erhalt der Anlage und Werterhalt,
- rechtliche Vorgaben und Abnahme sowie
- Effizienz und saubere Verbrennung.
Welche typischen Fehler passieren beim Heizen mit einem Kachelofen?
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Verwendung von feuchtem oder ungeeignetem Holz |
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| zu frühes Schließen der Ofentür oder falsche Luftzufuhr |
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| Überladen des Feuerraums |
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| unvollständige Abbrände (zu frühes Beenden des Heizvorgangs) |
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| seltene oder unzureichende Reinigung der Heizgaszüge |
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| Glimmbrand über Nacht durch gedrosselte Luftzufuhr |
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Welche Vorschriften und Normen gelten für Kachelöfen?
- Die wichtigste Grundlage bildet die Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1. BImSchV), die Anforderungen an Feinstaub, Kohlenmonoxid und Wirkungsgrad festlegt. Je nach Baujahr des Ofens müssen bestimmte Grenzwerte eingehalten werden. Ältere Modelle können austauschpflichtig sein, wenn sie die Vorgaben nicht erfüllen.
- Darüber hinaus regeln Landesbauordnungen die Mindestabstände zu brennbaren Materialien sowie Anforderungen an den Brandschutz.
- Der Schornstein und seine Dimensionierung unterliegen der DIN EN 13384, die den sicheren Abgasabzug gewährleistet.
- Für handwerklich gesetzte Öfen sind außerdem Normen wie DIN 18892 und DIN EN 15544 maßgeblich, die Berechnung, Konstruktion und Leistungsgrößen definieren.
Was kostet ein Kachelofen mit Einbau?
Im Durchschnitt müssen Sie bei einem Kachelofen vom Ofenbauer mit einem Betrag zwischen 10.000 und 30.000 Euro rechnen, allein die Heizkassette liegt zwischen 800 und 3.000 Euro. Wer sich für einen neuen Kaminofen interessiert, merkt aber schnell, dass das Angebot an Technologien ziemlich groß ist und Sie bereits einen Kachelofen für rund 1.500 Euro erhalten können plus Einbau, der je nach Komplexität bei 500 Euro beginnt, aber auch mehrere Tausend Euro kosten kann. Da schlagen die Kosten für die Endabnahme, die zwischen 80 und 150 Euro liegen, nicht mehr stark zu Buche.
Wann lohnt sich ein Kachelofen im Vergleich zu anderen Heizsystemen?
Ein Kachelofen lohnt sich im Vergleich zu anderen Heizsystemen vor allem dann, wenn seine spezifischen Stärken wie eine hohe Speicherwirkung oder Strahlungswärme zu Ihrem Gebäude, Ihrem Nutzungsverhalten und Ihrem bestehenden Heizkonzept passen. Dann wird aus angenehm auch wirtschaftlich sinnvoll. In der Regel handelt es sich bei einem Kachelofen eher um eine Komfort- und Systemergänzung, die, wenn die Rahmenbedingungen stimmen, auch Kosten und Spitzenlasten senken kann.
Ein Kachelofen ist vor allem dann lohnenswert, wenn Sie
- spürbar mehr Komfort durch Strahlungswärme und ein gleichmäßiges Temperaturniveau in einem Raum erreichen möchten. Denn ein Kachelofen gibt Wärme überwiegend als milde Strahlung ab und schwankt durch die Speicherkeramik deutlich weniger als viele schnell taktende Systeme. Das ist besonders attraktiv im Wohn- und Essbereich.
- den klassischen Vorteil der Speicherwirkung nutzen möchten. Ein bis wenige Abbrände können über Stunden Wärme liefern. Das ist dann ein echter Nutzen, wenn Sie nicht ständig nachlegen wollen.
- Holz als nachhaltigen Brennstoffnutzen möchten. Wobei Nachhaltigkeit an Bedingungen geknüpft ist: regionales Holz, kurze Transportwege, trockene Qualität und die Möglichkeit, sauber zu lagern und zu handhaben. Wenn Holz in Kleinstmengen teuer zugekauft werden muss oder die Lagerung schwierig ist, kippt der Vorteil schnell.
- eine bestehende Hauptheizung nur ergänzen möchten. Denn ein Kachelofen kann in der Heizsaison viele Stunden im Hauptwohnraum abdecken und dadurch die Laufzeiten von Gas, Öl oder auch Wärmepumpe reduzieren. Zu Beginn und zum Ende der Heizsaison genügt er oft als Wärmequelle im Hauptaufenthaltsraum.
Gibt es eine Förderung für Kachelöfen?
Es gibt mit Stand Januar 2026 keine eigene Förderung für den klassischen, rein luftgeführten Kachelofen als Einzelraumfeuerstätte. Eine Förderung kommt praktisch nur dann in Betracht, wenn es sich um einen wasserführenden Kachelofeneinsatz handelt, der als Biomasseheizung in ein zentrales Heizsystem eingebunden ist und die KfW-Vorgaben an Effizienz und Emissionen erfüllt. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, läuft die Förderung 2026 über die KfW-Heizungsförderung für Privatpersonen (Zuschuss Nr. 458). [3] Da sich die Förderlandschaft aber schnell ändern kann, sollten Sie sich hier immer gezielt im Vorfeld einer Maßnahme informieren oder einen Energieberater zu Rate ziehen.
Diese 5 Dinge sollten Sie beachten
- Berücksichtigen Sie die Raumakustik bei der Planung des Ofenstandorts. Ein Kachelofen kann die Klangwirkung im Raum verändern, da seine massive Oberfläche Schall reflektiert.
- Wenn Sie heute modular planen, können Sie Ihren Kachelofen künftig leichter um Speicherzonen, neue Kacheln oder technische Komponenten ergänzen, ohne umfangreiche Umbauten vorzunehmen.
- Achten Sie darauf, dass der Bodenbelag rund um den Ofen hitzebeständig und formstabil ist. Einige Beläge können sich bei punktueller Wärmeeinwirkung verformen oder verfärben, was bei der Materialwahl berücksichtigt werden sollte.
- Planen Sie ausreichend Platz für das Lagern und Nachlegen des Holzes ein, um sich den täglichen Betrieb zu erleichtern.
- Die Wahl der Ofengröße und die Speicherleistung sollten nicht nur auf den aktuellen, sondern auch auf den erwarteten Wärmebedarf abgestimmt sein, um Über- oder Unterdimensionierung zu vermeiden.
Fazit
Ein Kachelofen ist eine besonders gemütliche Art, um einen Raum zu heizen. Diese sehr alte und bewährte Art der Heizung erfüllt eine lange und gleichmäßige Wärmeabgabe und schafft ein Klima, das mit herkömmlichen Heizmethoden kaum vergleichbar ist. Gleichzeitig bieten moderne Varianten zahlreiche technische Anpassungsmöglichkeiten, die einen Kachelofen in fast jedem Gebäude einsatzfähig machen. Auch wenn der Installationsaufwand höher ist, zahlt sich die Investition durch Komfort und Nachhaltigkeit aus. Vorausgesetzt, Sie achten darauf, dass das Holz regional ist und keine langen Transportwege notwendig sind.
Kachelofen: Häufig gestellte Fragen
Wie lange hält ein handwerklich gesetzter Kachelofen durchschnittlich?
Ein hochwertiger handwerklich gesetzter Kachelofen kann im Prinzip ein Leben lang im Einsatz bleiben, da seine keramischen Bauteile äußerst langlebig sind. Lediglich Feuerraumsteine oder Dichtungen müssen gelegentlich erneuert werden, um die Verbrennung optimal zu halten.
Kann ein Kachelofen in ein Smart-Home-System integriert werden?
Ein traditioneller Kachelofen funktioniert ohne Elektronik, kann jedoch über Zusatzkomponenten teilweise in moderne Steuerungen eingebunden werden. Beispielsweise lassen sich Luftklappen mit elektrischen Stellmotoren ausstatten, die Teil eines Smart-Home-Systems sind. Auch wasserführende Kachelöfen können durch ihre Anbindung an den Heizkreis indirekt in digitale Energiemanagementsysteme integriert werden. Die Umsetzung muss jedoch immer mit dem Ofensetzer abgestimmt werden.
Ist ein Kachelofen für Allergiker geeignet?
Ja, denn ein Kachelofen wirbelt kaum Staub auf, da er überwiegend Strahlungswärme erzeugt. Dadurch entsteht eine Raumluft, die für Personen mit Atemwegsproblemen besonders angenehm ist.
Wie lässt sich ein Kachelofen optisch modernisieren, ohne die Technik zu verändern?
Neue Kacheln, glatte Paneele oder andere Oberflächen verleihen dem Ofen ein modernes Erscheinungsbild und können unabhängig vom inneren Zug- und Speicheraufbau erneuert werden. Auch der Austausch der Sichtscheibe oder der Ofentür ist möglich, sofern kompatible Bauteile verfügbar sind.
Quellen
[1] „Eine kleine Kulturgeschichte des Kachelofens“. Monumente-online.de, www.monumente-online.de/de/ausgaben/2007/2/viel-spiel-ums-feuer.php. Zugegriffen 19. Januar 2026.
[2] Predovnik, Katarina, u. a. Ofenkeramik und Kachelofen. Propylaeum, 26. Mai 2025, doi:10.11588/PROPYLAEUM.1587. Zugegriffen am 22. Januar 2026.
[3] „BEG Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude“. Kfw.de, www.kfw.de/PDF/Download-Center/F%C3%B6rderprogramme-(Inlandsf%C3%B6rderung)/PDF-Dokumente/6000005131_M_458.pdf. Zugegriffen 26. Januar 2026.