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Kachelofenbau

Kachelofen Kosten: Was kostet 2026 ein Kachelofen mit Einbau?

Simone Blaß
Verfasst von Simone Blaß
Zuletzt aktualisiert: 19. Februar 2026
Lesedauer: 20 Minuten
© Adriana Duduleanu / istockphoto.com

Ein Kachelofen steht für eine der hochwertigsten Formen der Holzfeuerung und ist trotzdem kein Luxus, wenn man die technischen Unterschiede und den langfristigen Nutzen richtig einordnet. Wer heute in diese Speichertechnik investiert, entscheidet sich nämlich nicht nur für die Optik, sondern auch für eine krisensichere Heizalternative und ein Stück mehr Unabhängigkeit. Damit die Planung aber auf einem soliden Fundament steht, lohnt sich ein realistischer Blick auf die Kosten für Anschaffung, Einbau und Betrieb. Denn erst eine transparente Gegenüberstellung von Investition und Heizwert zeigt, welches System am Ende wirklich wirtschaftlich arbeitet.

Alles auf einen Blick:

  • Die Preise für klassische Kachelöfen beginnen bei rund 1.300 Euro und können bis zu 30.000 Euro und mehr betragen. 
  • Oft erreicht ein Kachelofen seinen Break-even-Point erst nach 15 bis 25 Jahren. Er ist also eher eine Investition in die Lebensqualität und den Immobilienwert.
  • Individuell gesetzte Kachelöfen sind deutlich teurer als modulare Kachelofensysteme, da sie handwerklich errichtet werden. Dafür sind sie aber ein echter Blickfang im Raum. 
  • Zusätzliche Kosten entstehen durch Anschluss an den Kamin, Brandschutzmaßnahmen und Genehmigungen.
  • Bei einer solchen Feuerstätte ist der klassische Brennstoff Holz (mit den entsprechenden Abgasen). Wartung, Betrieb und Schornsteinfeger führen zu jährlichen Folgekosten, die zu denen des Heizens dazukommen. 
  • Förderungen können die Investition reduzieren, sind aber nur in einem sehr engmaschigen Rahmen möglich.

Was kostet 2026 ein Kachelofen mit Einbau?

Kostenpositionim Durchschnitt
Kachelofen (inkl. Kachelofeneinsatz)6.500 bis 30.000 Euro
moderner Heizeinsatz800 bis 8.000 Euro
Setz- und Montagearbeiten1.000 bis 3.000 Euro
Planung/Ofenbauer60 bis 90 Euro pro Stunde
Anschluss an vorhandenen Schornstein400 bis 800 Euro
Schornsteinsanierung (Rohr einziehen)500 bis 1.500 Euro
neuer Edelstahlschornstein1.500 bis 2.500 Euro
Brandschutzmaßnahmen300 bis 800 Euro
Kernbohrung/Wanddurchbruch300 bis 600 Euro
Verkleidungen/Ofenbank/Speicherzüge extra500 bis 2.000 Euro
Bodenplatte50 bis 350 Euro
Schornsteinfeger80 bis 300 Euro pro Jahr
Wartung/Reinigung Ofen80 bis– 150 Euro pro Jahr
Heizkosten Scheitholz9 bis 11 Cent pro kWh

In der Praxis liegt ein handwerklich gesetzter Kachelofen mit Kachelofeneinsatz bei den Anschaffungskosten zwischen rund 6.500 und 30.000 Euro. Wird ein neuer Schornstein erforderlich oder sind umfangreiche Brandschutz- und Anpassungsarbeiten nötig, kann die Investition auch darüber hinausgehen. Entscheidend für die tatsächlichen Gesamtkosten ist weniger der Ofen selbst als die bauliche Ausgangssituation im Aufstellraum. Hinzu kommt zum Beispiel, dass sehr schwere Kachelöfen möglicherweise eine Extra-Bodenplatte oder eine andere statische Verstärkung benötigen. Was genau gebraucht wird, ergibt die Deckenprüfung durch einen Fachbetrieb. Ein Vor-Ort-Termin mit dem Ofensetzer verhindert spätere Zusatzkosten, da räumliche Besonderheiten wie Schornsteinzug, notwendige Luftzufuhr, Bodenaufbau oder Deckentragfähigkeit frühzeitig berücksichtigt werden. 



Welche Preisspannen gibt es bei Kachelöfen?

Abhängig vom gewünschten Kachelofen, seiner Ausstattung und seines Designs beginnen die Preise für Einstiegsmodelle in Systembauweise bei etwa 1.300 Euro. Luxuriöse, individuell gefertigte Modelle, die beispielsweise mit speziell gefertigten Zügen, besonderen Ofenkacheln oder Natursteinverkleidungen ausgestattet sind, können auch bis zu 30.000 Euro und mehr kosten.

Kachelofenpreise im Überblick

KachelofentypKostenbereich 2026 (inkl. Montage)Besonderheit
Warmluft-Kachelofen6.500 bis 11.000 Euro
  • schnellste Wärmeabgabe
  • ideal für gelegentliches Heizen
Kombi-Kachelofen (Warmluft und Speicher)9.000 bis 16.000 Euro
  • schnelle Wärme und angenehme Strahlungswärme
Grundofen (reiner Speicherofen)11.000 bis 25.000 Euro und mehr
  • hoher Schamotte-Anteil
  • sehr lange Wärmespeicherung (bis zu 24 Stunden)
Pellet-Kachelofen8.500 bis 17.000 Euro
  • hoher Komfort durch Automatisierung
  • benötigt einen Stromanschluss
  • zusätzliche Kosten entstehen für das Pelletzwischenlager oder automatische Fördersysteme
wasserführender Kachelofen12.000 bis 22.000 Euro
  • Technikpaket zur Heizungsunterstützung inklusive
  • Pufferspeicher zusätzlich ca. 2.500 bis 5.000 Euro
Zentralkachelofen (Mehrraumheizung)18.000 bis 35.000 Euro und mehr
  • komplexes System
  • kann in gut gedämmten Gebäuden als zentrale Wärmequelle ausgelegt werden
individueller handwerklich gesetzter Ofen15.000 bis 30.000 Euro und mehr
  • echtes Unikat vom Ofenbauer
  • Preis nach oben offen (Kacheln, Größe, Design)

Wie hoch sind 2026 die Kachelofen Kosten pro Kilowatt Heizleistung?

Die Kosten pro Kilowatt Heizleistung variieren je nach Ofentyp und dem benötigten Brennstoff. Im Jahr 2026 sind die Brennstoffpreise bei Feuerstätten ein entscheidender Faktor, denn während Gas und Öl durch die CO₂-Bepreisung teurer geworden sind, bleibt Holz als nachwachsender Rohstoff, unter bestimmten Auflagen wie FSC-zertifiziert, eine wirtschaftliche Alternative. 

Übersicht Kosten pro Kilowatt Heizleistung 2026

BrennstofftypKostenspanne pro Kilowatt
naturbelassenes Scheitholz9 bis 11 Cent
Holzbriketts8 bis 10 Cent
Braun- und Steinkohle (Briketts/Koks)11 bis 22 Cent (Kohlebriketts sind durch die CO₂-Abgabe und die geringere Verfügbarkeit (Auslaufmodell) massiv im Preis gestiegen)
TIPP:
Eine zu hohe Kilowatt-Leistung führt zu Überhitzung im Wohnraum. Lassen Sie die Heizlast durch einen Fachbetrieb berechnen, bevor Sie ein Modell auswählen.

Wie unterscheiden sich die Kosten zwischen Kachelofensystem und individuell gesetztem Kachelofen? 

Kachelofensysteme bestehen aus modularen Bauteilen, die industriell vorgefertigt und anschließend bei Ihnen montiert werden. Aufgrund der Serienproduktion entstehen weniger Arbeitsstunden und niedrigere Materialkosten, was den Gesamtpreis senkt. Kachelofensysteme gibt es bereits ab 1.300 Euro. 

Das kostet Sie ein Kachelofensystem

PostenPreisKommentar
günstiges Gerät (Kacheloptik)ab 1.300 Euroeinfacher Stahlkorpus mit Keramikplatten
Rauchrohr & Zubehörca. 150 EuroVerbindung zum Schornstein
Bodenplatte (Funkenschutz)50 bis 350 Eurobei brennbaren Böden gesetzlich vorgeschrieben
fachgerechter Anschlussca. 300 bis 500 EuroMontage durch einen Fachbetrieb (relevant für Versicherung und Gewährleistung)
Abnahme durch den Schornsteinfegerca. 80 bis 300 EuroVoraussetzung für den legalen Betrieb
Gesamtkosten für einen Kachelofen aus Serienproduktionca. 1.880 bis 2.600 Euroabsolutes Einstiegsniveau für eine betriebsbereite Anlage

Individuell gesetzte Kachelöfen dagegen sind handwerkliche Unikate, bei denen Ofensetzer den Feuerraum, die Züge und die Kacheloberfläche exakt auf die räumlichen Gegebenheiten abstimmen. Und darauf achten, dass bei der Verbrennung alles sauber läuft. Das bedeutet je nach Ihren persönlichen Anforderungen längere Bauzeiten, größere Speichermassen, potenziell hochwertigere Materialien wie Stahl und individuelle Optiken, die bei etwa 6.500 Euro beginnen und bis zu 30.000 Euro und sogar mehr kosten können.

SCHON BEDACHT?
Heutzutage muss man bei guten Ofenbauern oft mit 6 bis 12 Monaten Wartezeit rechnen. Bedenken Sie das bei Ihrer Planung.

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten eines Kachelofens?

  • Wärmespeicher: Ein größerer Speicher benötigt mehr Material und erhöht die Montagezeit, führt jedoch zu längerer Wärmeabgabe.
  • Bauweise: Aufwendige Bauweisen, wie massiver Grundofenaufbau, kombinierte Heizkanäle oder integrierte Luftzugsysteme, erhöhen Material- und Arbeitskosten.
  • Leistung: Bei steigender Nennleistung ist eine größere Brennkammer oder eine optimierte Verbrennungstechnik erforderlich.
  • Design: Hochwertige Kacheloberflächen, Natursteinverkleidungen oder individuell geformte Keramikmodule erhöhen zusätzlich den Gesamtpreis.
  • Zugführung: Komplexe Zugsysteme steigern die Effizienz und Speicherfähigkeit, erfordern jedoch mehr Arbeitszeit.
  • bauliche Gegebenheiten des Aufstellorts: Hier können sich individuell große Kostenspannen ergeben.
  • Zusatzmaßnahmen: Brandschutzplatten oder statische Verstärkungen gehen ins Geld; bei fehlendem Schornstein entstehen zusätzliche Investitionen für einen Edelstahlschornstein.
  • individuelle Preisfaktoren: Je nach Region, Jahreszeit und Dringlichkeit legen Ofensetzer unterschiedliche Preise fest.

Wie wirken sich Größe und Speicher auf den Preis eines Kachelofens aus?

Große Feuerraumtüren, voluminöse Kachelkörper und lange Zugführungen bedeuten mehr Materialeinsatz und eine längere Bauzeit. Bei Speicheröfen erhöhen zusätzliche keramische Elemente oder Schamottezüge die Speichermasse deutlich, sodass die Wärme über viele Stunden hinweg gleichmäßig abgegeben wird. Diese Bauweise bringt allerdings, je nach Umfang der Speichererweiterung, spürbare Mehrkosten mit sich. Kleinere Öfen mit geringerer Speichermasse sind in der Anschaffung günstiger, geben die Wärme dafür schneller ab und müssen häufiger nachgelegt werden. Gerade in gut gedämmten Gebäuden spielen lange Speicherzyklen ihre Stärke aus, weil sie für eine konstante und angenehme Raumtemperatur sorgen. Mit zunehmender Speichergröße steigen jedoch auch die Anforderungen an Statik und den optimalen Aufstellort.

Wie beeinflussen Design, Kachelauswahl und Verkleidung die Kosten für einen Kachelofen? 

Handgefertigte Kacheln, glasierte Oberflächen oder großformatige Spezialkeramiken erhöhen beim Kachelofeneinbau die Materialkosten deutlich und liegen häufig über den Standardpreisen industrieller Serienkacheln. Auch Natursteinverkleidungen wie Granit oder Speckstein verursachen Mehrkosten, weil die Bearbeitung anspruchsvoller ist und die Bauteile schwerer sind. So kosten zum Beispiel vergleichsweise schlichte Kacheln pro Stück um die 40 bis 50 Euro, während handbemalte und handgefertigte Ofenkacheln bis zu 400 Euro pro Stück kosten können.

Was kostet ein Grundofen im Vergleich zu einem Warmluft-Kachelofen?

Im Jahr 2026 ist die Investition in einen handwerklich gesetzten Kachelofen preislich stark von der gewählten Technik und dem massiven Anstieg der Lohn- und Materialkosten geprägt. Während ein klassischer Warmluft-Kachelofen aufgrund seines industriell gefertigten Heizeinsatzes und der schnelleren Montage preislich bei etwa 6.500 bis 11.000 Euro startet, liegt der Grundofen deutlich darüber. Wegen der aufwendigen Schamotte-Zugführungen und einer Montagezeit von bis zu 2 Wochen müssen Sie hier mit Kosten zwischen 11.000 und 25.000 Euro rechnen. Günstigere Einstiegsmodelle unter 5.000 Euro sind 2026 kaum noch realisierbar, da allein die Einhaltung moderner Umweltauflagen wie der neuen Kaminofenverordnung BImSchV und notwendige Brandschutzmaßnahmen bei der Installation die Basispreise nach oben treiben.



Was kostet ein wasserführender Kachelofen im Vergleich zu einem luftgeführten Modell? 

Wasserführende Kachelöfen sind in der Anschaffung spürbar teurer als luftgeführte Varianten. Der Grund liegt in der zusätzlichen Technik, denn neben dem Heizeinsatz werden ein Wärmetauscher, ein Pufferspeicher und die komplette sicherheitstechnische Einbindung in das Zentralheizsystem benötigt. Für 2026 bewegen sich wasserführende Einsätze namhafter Kaminhersteller meist zwischen 5.000 und 7.500 Euro. Komplett aufgebaute Ofenanlagen starten, ohne die Anbindung an die bestehende Heizungsanlage, bei etwa 12.000 bis 22.000 Euro. Luftgeführte Kachelöfen sind konstruktiv deutlich einfacher aufgebaut und deshalb günstiger. Einfache Bausätze beginnen bei rund 4.500 Euro, während handwerklich gesetzte Anlagen inklusive Montage in der Regel zwischen 8.000 und 14.000 Euro liegen. 

Der Preisunterschied entsteht durch den Installationsaufwand. Bei wasserführenden Systemen kommen der Pufferspeicher mit etwa 2.500 bis 5.000 Euro sowie die fachgerechte hydraulische Einbindung hinzu. Insgesamt erhöht sich der Projektpreis dadurch häufig um etwa 30 bis 50 Prozent gegenüber einer vergleichbaren luftgeführten Anlage.

Was kostet ein Kachelofen im Vergleich zu Kaminofen oder Pelletheizung?

Ein Kachelofen ist tendenziell teurer als ein Kaminofen und liegt preislich zwischen 6.500 und 30.000 Euro mit Einbau. Kaminöfen sind die günstigste Option, beginnend unter 500 Euro, und können je nach Ausstattung bis zu 6.000 Euro und mehr kosten. Pellet-Kachelöfen liegen zwischen 8.500 und 17.000 Euro.

Welche Kosten entstehen für den Anschluss des Kachelofens an den Schornstein?

Die Kosten für den Schornsteinanschluss hängen

  • vom bestehenden Kaminzug,
  • der Zuglänge und
  • dem Durchmesser des Abgasrohres ab

und natürlich davon, ob überhaupt einer vorhanden ist oder erst installiert werden muss. In vielen Fällen genügt das passende Anschlussmaterial, das ein paar Hundert Euro kostet. Muss der Schornstein nachgerüstet werden, wird es deutlich teurer, abhängig von der jeweiligen Schornsteinart

Was kostet ein neuer Schornstein für einen Kachelofen?

Ein neuer Schornstein für einen Kachelofen kostet im Jahr 2026 inklusive Montage und Abnahme typischerweise zwischen 2.500 und 8.500 Euro. Die enorme Preisspanne beim Schornsteinbau ergibt sich aus der gewählten Bauweise (Edelstahl vs. Leichtbauschornstein) sowie der Anzahl der zu durchdringenden Stockwerke und Dachschichten. Eine sehr häufig gewählte Lösung ist der doppelwandige Edelstahlschornstein an der Außenfassade. Er ist schnell montiert und flexibel und kostet inklusive hochwertiger Dämmung und Montage zwischen 350 und 700 Euro pro Meter.

GUT ZU WISSEN:
Die Positionierung des Schornsteins sollte so gewählt werden, dass der Rauchrohrweg möglichst kurz bleibt. Das reduziert Montagekosten und verbessert den Zug.

Kachelofen-Preise: Welche Zusatzkosten entstehen durch Statik, Planung und Genehmigung?

Statik- und Planungsleistungen fallen immer dann an, wenn der Kachelofen ein großes Gewicht besitzt oder wenn tragende Bauteile betroffen sind. Massive Speicheröfen können mehrere hundert Kilogramm wiegen, was eine Deckenprüfung erforderlich macht, wenn sich darunter ein Geschoss befindet. Die Kosten für die Planung und Prüfung durch Architekten und Ingenieure können sehr unterschiedlich ausfallen. Eine Baugenehmigung benötigen Sie nicht, allerdings sind Sie verpflichtet, den Kachelofen durch den Schornsteinfeger abnehmen zu lassen, wofür eine kleine Gebühr zu entrichten ist. 

Kostenübersicht für Statik, Planung und Genehmigung

SicherheitsmaßnahmePreisspanne
Statiker300 bis 1.000 Euro oder 80 bis 120 Euro pro Stunde zuzüglich Mehrwertsteuer
Planung durch Ofenbauer oder Kaminbauer50 bis 100 Euro pro Stunde
Genehmigung/Abnahme durch den Schornsteinfeger40 bis 160 Euro

Welche Kosten fallen für Brandschutzmaßnahmen beim Kachelofen an? 

Viele Brandschutzmaßnahmen lassen sich bereits durch die korrekt durchgeführte Planung und Installation umsetzen. Zu ihnen zählen Maßnahmen wie Abstände zu brennbaren Materialien in der Nähe, die Rauchrohr- und Abgasführung und die Sicherstellung ausreichender Zugluft. Das alles ist aber Teil der Ofenplanung und der Montage durch den Fachbetrieb. Der Bauherr kann nur die sichtbaren Schutzflächen wie die Bodenplatte oder die Wandverkleidung selbst ergänzen oder austauschen.

Kosten für Sicherheitsvorkehrungen im Überblick

SicherheitsmaßnahmePreisspanne
Funkenschutzplatte50 bis 350 Euro
Wandverkleidung40 bis 200 Euro pro Quadratmeter
Feuerlöscher30 bis 75 Euro
SCHON GEWUSST?
Ein Schaumlöscher oder ein Pulverlöscher mit ABC-Löschpulver sind geeignet für Brände von festen glutbildenden Stoffen (Brandklasse A). [1] Der Löscher sollte zur Sicherheit 2 bis 5 Meter vom Kachelofen entfernt aufbewahrt werden, um bei einem möglichen Feuer schnell einsatzbereit zu sein. Und denken Sie daran, ihn regelmäßig überprüfen zu lassen.

Welche Montagekosten kommen für einen Kachelofen auf den Bauherrn zu?

Die Montagekosten variieren stark in Abhängigkeit von der Einbausituation. Empfehlenswert ist es, ein Budget von 400 bis 3.500 Euro einzuplanen, bei aufwendigen Einbausituationen auch bis zu 5.000 Euro. Dabei gilt, dass ein Systemkachelofen leichter einzubauen ist als ein individuell gesetzter Kachelofen, weswegen er sich im unteren Preisbereich bewegt. Vor allem kommt es darauf an, ob Ihr Kachelofen nur installiert werden muss, oder ob ein aufwendiger Umbau nötig ist, der beispielsweise einen neuen Schornstein oder Kernbohrungen nach sich zieht.

Kachelofen einbauen: Die Montagekosten im Überblick

SicherheitsmaßnahmePreisspanne
einfache Montage400 bis 3.500 Euro
aufwendige Kaminsanierung2.500 bis 5.000 Euro
Endabnahme durch den Schornsteinfeger und Feuerstättenbescheid50 bis 150 Euro

Regionale Preisunterschiede der Fachbetriebe machen einen großen Teil des Gesamtkosten aus. Holen Sie sich mindestens 2, besser noch 3 verschiedene Angebote ein, um Kosten zu sparen.



Welche laufenden Kosten entstehen beim Betrieb eines Kachelofens?

Beim Betrieb eines Kachelofens setzen sich die laufenden Kosten aus 3 Hauptbereichen zusammen:

  • den Brennstoffkosten,
  • den Gebühren für den Schornsteinfeger und
  • den Ausgaben für Wartung und Instandhaltung.

Brennstoffkosten abhängig vom Heizverhalten

  • Scheitholz (Hartholz, ofenfertig): ca. 9 bis 11 Cent/kWh. Bei einem mittleren Verbrauch (ca. 4 Raummeter pro Jahr als Zusatzheizung) liegen die Kosten bei etwa 600 bis 900 Euro
  • Holzpellets: ca. 8 bis 10 Cent/kWh
  • Holzbriketts: ca. 9 bis 12 Cent/kWh
  • Braunkohlebriketts: ca. 12 bis 15 Cent/kWh (durch CO2-Abgaben 2026 oft teurer als Holz)

Schornsteinfeger (gesetzliche Pflicht)

  • Kehren und Kontrollieren: ca. 80 bis 300 Euro pro Jahr
  • Feuerstättenschau: 20 bis 40 Euro pro Termin
  • Immissionsschutz-Messung: bei modernen Kachelöfen mit hohem technischem Standard oder Pellet-Kachelöfen fallen zusätzlich ca. 60 bis 100 Euro für regelmäßige Messungen an

Wartung und Verschleißteile

  • Reinigung der Züge: bei einem echten Kachelofen sollten alle 2 bis 3 Jahre die keramischen Züge vom Fachmann gereinigt werden (Kosten: ca. 150 bis 350 Euro)
  • Verschleißteile: Dichtungen an der Tür (ca. 30 bis 50 Euro) oder einzelne Schamottesteine im Brennraum müssen alle paar Jahre ersetzt werden
  • Reinigungsmittel: Glasreiniger für die Sichtscheibe und Ascheentsorgung verursachen geringe jährliche Kosten von wenigen Euro
GUT ZU WISSEN:
Die Feuerversicherung ist in Hausrat- oder Gebäudeversicherung enthalten, sodass Sie in der Regel keine eigene Versicherung abschließen müssen. Überprüfen Sie aber die Versicherungslage, bevor Sie einen Kachelofen in Betrieb nehmen und passen Sie, wenn notwendig, die Versicherungen an.

Wie hoch sind Wartungs- und Reinigungskosten beim Kachelofen?

LeistungKosten pro Jahr/TerminHäufigkeit
Kehren/Kontrolle80 bis 150 Eurojährlich
Feuerstättenschau20 bis 40 Euroalle 3 bis 7 Jahre
Zugreinigung150 bis 350 Euro und mehralle 2 bis 3 Jahre
Immissionsschutz-Messung (bei Pellets)60 bis 100 Euroje nach Vorgabe

Damit Ihr Kachelofen betriebssicher ist, dürfen Sie sich nicht ausschließlich auf die Reinigung verlassen, die Sie selbst durchführen können. Das Gesetz sieht hierfür vor, dass ein Teil der regelmäßigen Arbeiten nur durch einen öffentlich bestellten Bezirksschornsteinfeger oder einen freien Schornsteinfeger durchgeführt werden dürfen. Bei den Inspektionen geht es vor allem um die Prüfung aller wichtigen Bauteile auf eventuelle Beschädigungen oder Verschmutzungen, die dann professionell entfernt werden. So kann zum Beispiel ein Kaminbrand verhindert werden. Wie oft genau die Wartungs- und Reinigung stattfinden muss, hängt von der regionalen Kehrverordnung ab.

Welche Förderungen oder Zuschüsse senken die Kachelofen Kosten?

Für klassische Kachelöfen, die als reine Einzelraumfeuerstätte betrieben werden, gibt es derzeit keine direkte staatliche Förderung. Das betrifft alle Anlagen, die nicht in das zentrale Heizsystem eingebunden sind und überwiegend der Zusatz- oder Komfortheizung dienen. Eine Förderung ist jedoch möglich, wenn der Ofen wasserführend ausgeführt wird und als vollwertiger Wärmeerzeuger in das Heizsystem integriert ist. In diesem Fall fällt die Anlage unter die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und wird als Biomasseheizung behandelt. [2] Voraussetzung sind unter anderem

  • ein ausreichend dimensionierter Pufferspeicher,
  • die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte sowie
  • der Einsatz als zentrale Wärmequelle im Gebäude.

Werden zusätzlich eine alte Heizung ersetzt und die jeweiligen Förderbedingungen erfüllt, können, abhängig von Einkommen und der Ausgangssituation, Zuschüsse von bis zu 70 Prozent erreicht werden. Darüber hinaus wird eine qualifizierte Energieberatung im Rahmen der BEG weiterhin bezuschusst. Sie hilft dabei, die passende Heizlösung zu finden und die Förderfähigkeit eines wasserführenden Systems im Vorfeld zu klären.

ACHTUNG:
Unabhängig von einer direkten Förderung lassen sich die Arbeitskosten für Einbau, Wartung oder Reparatur über § 35a Einkommensteuergesetz steuerlich geltend machen. Hier können 20 Prozent der Kosten, maximal 1.200 Euro pro Jahr, von der Einkommensteuer abgezogen werden. Bedenken Sie aber, dass das nicht fürs Material gilt, sondern nur für die Handwerkerleistung und Sie eine Rechnung brauchen, die nicht bar bezahlt wurde. [3]

Ab welcher Investitionshöhe lohnt sich ein Kachelofen wirtschaftlich? 

Ab welcher Investitionshöhe sich der Kauf eines Kachelofens lohnt, hängt sehr von den individuellen Faktoren ab. Abhängig von den bisherigen Heizkosten, dem Preis des neuen Ofens und Ihrer geplanten Nutzung sollten Sie beachten, dass der Kachelofen zusätzliche Wohnqualität bietet, die sich nicht allein monetär bewerten lässt. Die jährlichen Betriebskosten bleiben moderat, was die Gesamtkosten über die Lebensdauer relativiert und auch die jährlichen Wartungskosten halten sich im niedrigen Kostenbereich. Wenn Sie es genau berechnen lassen wollen, dann empfiehlt sich eine Heizlastberechnung durch einen Profi. Sie zeigt, wie stark der Kachelofen die zentrale Heizung entlasten kann und welche Einsparpotenziale realistisch sind.



Was kosten Abriss und Entsorgung eines Kachelofens?

Die Entsorgung eines eingebauten Kachelofens ist aufwendiger als bei freistehenden Modellen. Sie umfasst eine fachgerechte Demontage der schweren Kacheln und Schamottebauteile sowie deren Entsorgung als Bauschutt. Bei vollständiger Entfernung ohne Wiederverwendung, also einem schnellen Abriss, bei dem alles zerschlagen wird, fallen Kosten von etwa 500 bis 1.200 Euro an. Dazu gehören Handwerkerlohn, Container-Miete und Deponiegebühren. Eine schonende Demontage, bei der die Kacheln intakt markiert, gelöst und verpackt werden, kostet dagegen bis zu 2.000 Euro und mehr, weil sie zeitaufwändiger ist und spezielles Fachwissen braucht. Transport und Entsorgung als Mischbauschutt kosten extra 200 bis 500 Euro. Im Allgemeinen kann man sagen, dass Sie prüfen sollten, ob ein Austausch des Einsatzes oder ein Umsetzen nicht rentabler sind als die komplette Entsorgung.

So können Sie mit einem Kachelofen Geld sparen

Besonders im Jahr 2026 zeigt sich ein strategischer Vorteil in der Kombination eines Kachelofens mit moderner Heiztechnik. Der Kachelofen fungiert als perfekter Hybrid-Partner für Haushalte mit Wärmepumpe. Da Wärmepumpen an extrem kalten Wintertagen deutlich an Effizienz verlieren und der Strombedarf für den Heizstab dann sprunghaft ansteigt, bietet der Kachelofen echtes Peak-Shaving (Spitzenlastkappung). Indem man an den kältesten Tagen des Jahres auf die Strahlungswärme des Holzes setzt, entlastet man nicht nur das Stromnetz, sondern vermeidet auch teure Strombezugskosten in den Hochlastphasen. Diese Synergie macht das Gesamtsystem krisensicher. Während die Wärmepumpe die Grundlast im Niedrigtemperaturbereich effizient abdeckt, liefert der Kachelofen genau dann die nötige Zusatzleistung und gemütliche Wohlwärme, wenn es draußen am ungemütlichsten wird. Das spart langfristig bares Geld und schont die Technik der Wärmepumpe durch geringere Taktzeiten.

Diese 5 Dinge sollten Sie beachten

  1. Lassen Sie sich frühzeitig eine Heizlastberechnung erstellen, damit Sie keine zu große Anlage wählen, denn eine zu hohe Leistung treibt nicht nur den Preis, sondern auch den Brennstoffverbrauch unnötig in die Höhe.
  2. Planen Sie den Aufstellort so, dass die Strahlungswärme möglichst viele Aufenthaltsbereiche erreicht und sich gleichmäßig im Raum verteilen kann.
  3. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf, ob in Ihrer Region emissionsrechtliche Auflagen oder Feinstaubgrenzwerte gelten, die bestimmte Ofentypen ausschließen könnten.
  4. Berücksichtigen Sie bei der Ofenplanung, dass ein wasserführender Kachelofen zwar teurer in der Anschaffung ist, sich aber durch Fördermittel und Heizkosteneinsparungen langfristig rechnen kann.
  5. Achten Sie bei der Kachelauswahl auf Standardgrößen und industriell gefertigte Serien. Sonderanfertigungen und handgefertigte Kacheln können die Materialkosten um ein Vielfaches erhöhen. Bieten Ihnen im Gegenzug aber auch ein sehr individuelles Schmuckstück für Ihren Wohnraum.


Fazit 

Ein Kachelofen ist eine langlebige, effiziente und komfortable Heizlösung, deren Kosten stark von Bauweise, Speichergröße und Leistungsumfang abhängen. Während Systemöfen einen günstigen Einstieg bieten, überzeugen individuell gesetzte Modelle durch maximale gestalterische Freiheit und herausragende Wärmespeicherung. Die Gesamtkosten setzen sich aus Anschaffung, Einbau, Schornsteinanschluss und möglichen Zusatzleistungen zusammen, bleiben jedoch bei sinnvoller Planung kalkulierbar. Langfristig profitieren Sie von niedrigen Betriebskosten und einer hohen Energieeffizienz. Der Kachelofen bietet nicht nur funktionale Vorteile, sondern erhöht auch die Wohnqualität durch angenehme Strahlungswärme und eine besondere Atmosphäre. Wenn Sie Ihren Ofen regelmäßig nutzen und die baulichen Voraussetzungen beachten, treffen Sie mit einem Kachelofen eine wirtschaftlich und wohnklimatisch überzeugende Entscheidung.

Kachelofen-Kosten: Häufig gestellte Fragen

Wie lange hält ein Kachelofen?

Ein hochwertiger Kachelofen kann mehrere Jahrzehnte genutzt werden, da keramische Speicherelemente extrem langlebig sind. Verschleißteile wie Dichtungen oder Feuerraumtüren müssen jedoch nach einigen Jahren erneuert werden. Die Lebensdauer hängt stark von fachgerechter Nutzung, regelmäßiger Reinigung und geeigneter Brennholzqualität ab. Wird der Ofen kontinuierlich gepflegt und korrekt betrieben, bleibt er über viele Jahre effizient. Selbst ältere Modelle lassen sich häufig modernisieren.

Wie wirkt sich ein Kachelofen auf den Wiederverkaufswert einer Immobilie aus? 

Ein hochwertiger Kachelofen ist beim Wiederverkauf mehr als nur ein Heizsystem. Er schafft Atmosphäre, Wohnqualität und ein Gefühl von Beständigkeit, das viele Käufer emotional anspricht und eine Immobilie klar von vergleichbaren Objekten abhebt. Dadurch lässt sich oft ein besserer Preis erzielen oder schneller ein passender Käufer finden, auch wenn sich die Investition nicht immer eins zu eins in Euro zurückrechnen lässt.

 Wie umweltfreundlich ist ein Kachelofen? 

Moderne Kachelöfen sind im Prinzip eine Holzheizung. Sie sind effizient und erfüllen strenge Abgasnormen, was sie zu einer vergleichsweise umweltfreundlichen Heizquelle macht. Durch die lange Speicherphase wird Wärme gleichmäßig abgegeben, ohne übermäßige Belastung der Luft. Die Nutzung regionaler Holzquellen kann die CO₂-Bilanz verbessern. Wichtig sind die sachgemäße Bedienung und der richtige Kamin, damit Verbrennungsvorgänge optimal ablaufen. Eine regelmäßige Wartung trägt zur Emissionsreduktion bei und erhöht die Effizienz im Alltag.

Quellen

[1] „Tragbare_Feuerloescher_Version-4.0“. Feuerwehr-lernbar.bayern, www.feuerwehr-lernbar.bayern/fileadmin/downloads/Merkblaetter_und_Broschueren/Fahrzeug-_und_Geraetekunde/Tragbare_Feuerloescher_Version-4.0/. Zugegriffen 19. Februar 2026.

[2] „Förderprogramm im Überblick“. Bafa.de, www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Foerderprogramm_im_Ueberblick/foerderprogramm_im_ueberblick_node.html. Zugegriffen 18. Februar 2026.

[3] Gesetze-im-internet.de, www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html. Zugegriffen 18. Februar 2026.

Über unsere*n Autor*in
Simone Blaß
Simone studierte Germanistik, Psychologie und Soziologie und absolvierte danach ein Volontariat bei einem lokalen Fernsehsender. Nach Zwischenstationen beim Radio und in einer PR-Agentur arbeitete sie viele Jahre als freiberufliche Redakteurin für Online-Portale und Agenturen.